Polyamore Menschen sind echt langweilig

Polyamore Menschen sind echt langweilig, ja wirklich. Natürlich bekommen wir gerade speziell in den USA einen ganz tollen Medienhype, und in den Polyforen und Mailinglisten kommen gerade wieder diverse Anfragen von Journalisten, die gerne eine Reportage machen und einer Polyfamilie folgen möchten.

Das finde ich sehr gut, denn ich wünsche mir Aufmerksamkeit und Anerkennung für den polyamoren Lebensstil. Und mein Fernziel ist die Legalisierung der Polygamie inklusive voller rechtlicher Geichstellung mit der monogamen heterosexuellen Ehe, die bei uns  fälschlicherweise als Familie bezeichnet wird. Fälschlich? Ja, denn Familie ist nicht die Bezeichnung für heterosexuelle monogame Beziehungen, sondern ein Oberbegriff für viele verschiedene Lebensformen, inklusive Polygamie.

Was ich aber vor allem erreichen will, ist eine realistische Sicht auf polyamore Menschen. Wir gelten zumeist noch als Exoten, werden oft mit Swingern in einen Topf geworfen. Das ist falsch, da Swinger häufig Partner wechseln, während Polyamore zwar mehrere Partner haben, die aber auf Dauer, meist in Konstellationen von drei bis fünf Personen. Also eben kein wildes Rumvögeln, sondern stabile, dauerhafte Beziehungen, wenn auch mit mehreren Partnern. Das sorgt vermutlich für ein abwechslungsreicheres Sexleben, als bei monogamen Paaren, aber ansonsten sind polyamore Menschen ganz normal.

Sie wachen morgens auf, frühstücken, gehen zur Arbeit, essen Mittag, arbeiten weiter, gehen nach Hause, treiben Sport oder was auch immer sie sonst in ihrer Freizeit machen, haben Freunde … und so weiter und so fort. Alles genauso, wie bei Monogamen.

Und meine große Hoffnung ist ein Effekt, wie er bei den Homosexuellen eingetreten ist, nachdem über Jahre hinweg nach und nach immer mehr Menschen sich zu ihrer Homosexualität bekannt haben. Die Menschen haben gemerkt, dass der freundliche Nachbar oder der gute Arbeitskollege homosexuell ist. Und dass das gar kein Problem darstellt.

Stellen sie sich einfach mal vor, eine Politikerin würde öffentlich erklären – die Piraten fangen schon damit an – mit mehreren Partnern zusammen zu sein, oder Partnerinnen – könnte ja eine lesbische Polyamore sein. Und keiner regt sich auf, so wie damals, als auch Klaus Wowereit sich endlich traute, sich zu seiner Homosexualität zu bekennen.

Und genau das wünsche ich mir für die Polyamorie auch: dass die Menschen in unserer Gesellschaft begreifen: wir leben, abgesehen von der Polyamorie, ganz normal, oder auch ganz verrückt, aber in jedem Fall zumeist so, wie andere auch.

Noch viel  mehr über Polyamorie und Polygamie erfahren Sie auf meiner Webseite „Polygamie-ist-gut-für-Sie“.

 

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Besuchen Sie auch meine Webseite Polygamie-ist-gut-fuer-Sie.de, die sich speziell den Vorzügen von Mehrfachbeziehungen (Polygamie / Polyamorie) für Frauen und Männer, Hetero-, Homo- und Bisexuelle, Familien und die Gesellschaft widmet.

Über Viktor Leberecht 133 Artikel
Viktor Leberecht ist mein Pseudonym für meine Arbeit als freier Autor. Ich bin studierter Historiker, sowie ausgebildeter und berufserfahrener Journalist. Ich lebe seit 2003 in einer polyamoren Beziehung mit einer verheirateten Frau. Ich schreibe über Polyamorie und deren eheliche Form, die Polygamie, um zu informieren, Vorurteile zu entkräften und für gesellschaftliche Akzeptanz der Polyamorie und Polygamie zu werben. Ich setze mich für Mehrfachbeziehungen im Rahmen der Menschenrechte ein, also natürlich gleiches Recht für alle.

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