7 Erfahrungen mit Kindererziehung in einer polyamoren Beziehung

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Fragen der Kindererziehung in einer polyamoren Beziehung nehmen an Bedeutung zu, je mehr Menschen es gibt, die Polyamorie nicht nur als Episode, sondern als dauerhafte Lebensweise für sich umsetzen. Jeder Artikel und jedes Buch zu dem Thema sind daher willkommen, und Sie finden mehr davon in der Artikelserie Polyamorie und Kinder.

Louisa Leontiades über Ihre Erfahrungen mit Kindererziehung in einer polyamoren Beziehung

Die bekannte Buchautorin Louisa Leontiades hat einen Artikel mit gerade durch die sehr persönliche, ehrliche Sichtweise sehr erhellenden und anregenden Erfahrungen geschrieben. Hier ein paar Auszüge, Übersetzung von mir.

  1. Ich habe gelernt, dass parallele Polyamorie für mich keine Option ist….: Ich bin nicht bereit, einen Großteil dieser Zeit außerhalb meiner Familie zu verbringen, was bedeutet, dass meine Partner fast genauso viel Zeit miteinander verbringen müssen wie ich mit ihnen. Ich möchte eine integrierte Familie und vielfältige Beziehungen aufbauen und pflegen.

  2. Ich habe gelernt, dass meine Liebe zu Erwachsenen an Bedingungen geknüpft ist….Polyamorie hat mir auch die Tatsache vor Augen geführt, dass meine Liebe zu meinen Partnern, egal wie stark sie auch sein mag, an Bedingungen geknüpft ist. Und dass die Bedingung die Gesundheit, das Wohlbefinden und die Sicherheit meiner Kinder ist.

  3. Ich habe gelernt, dass Kinder von verschiedenen Vorbildern profitieren, die nicht ich selbst sind…. Ich dachte einmal, dass meine egalitäre Vision eines liebevollen und ausgedehnten Lebens die“richtige“ sei und dass ich meine Kinder auf die“richtige“ Art und Weise erziehe, bis mir klar wurde, dass, obwohl ich für meine Kinder vor allem Selbstbestimmung will, meine hartnäckige Vision bedeutete, dass ich ihren Weg nicht genug unterstütze.

  4. Ich habe gelernt, dass ich manchmal unehrlich sein muss, um meine Kinder zu schützen…Als ich einen zweiten Partner traf und bevor wir uns entschieden haben, dass unsere Beziehung langfristig ist, wollte ich ihn nicht als mehr als einen Freund vorstellen (der nur selten zu Besuch war). Wir haben darauf geachtet, keine Intimität zu demonstrieren, einschließlich Händchenhalten. Warum? Meine Kinder sind klein und leicht zu beeindrucken. Sie vertrauen eher, wem sie mich vertrauen sehen und Händchen halten ist ein Indikator für Vertrauen. Also bauten wir unsere Beziehung langsam und sorgfältig auf.

  5. Ich erfuhr, dass einer der größten Auswirkungen auf die Umwelt eines Kindes Stress ist…. Instabile und verbitterte Beziehungen – monogame oder polyamore – können zu einem Stressniveau führen, das als toxisch bekannt ist. Gleichzeitig ist ein gewisser Stress für eine gesunde Entwicklung notwendig.

  6. Ich erfuhr, dass Sex-Negativität für Mütter und ihre Kinder schädlich ist….Die Gesellschaft stellte meine Moral in Frage, als ich einen offeneren Lebensstil annahm. Sie nannten mich eine Schlampe. Sexbesessen. Gierig. Für viele beeinflusste meine wahrgenommene Unmoral meine Fähigkeiten als Mutter. …Vierzig Jahre zuvor hatte die Welt dasselbe über meine Mutter gesagt, die von einem missbräuchlichen Mann verführt und dazu gezwungen wurde, mich zur Adoption freizugeben. Das war damals so, denn als unverheiratete Frau galt sie als untaugliche Mutter. Seitdem habe ich sie kennengelernt, und offen gesagt sind ihre anderen Kinder respektvoll, liebevoll und vor allem freundlich, so wie sie.

  7. Ich habe gelernt, wie privilegiert ich lebe, und jetzt wissen meine Kinder das auch …. Wir haben Rassenprivileg, Klassenprivileg, das eine gewisse finanzielle Flexibilität ermöglicht. Im Moment haben wir uns entschieden, in Berlin zu leben, einer Stadt voller Vielfalt und Akzeptanz. Ich habe dieses Privileg nicht verdient, und ich erkenne, wie sehr es mir und meinen Entscheidungen zugute kommt. Es schützt meine Kinder… Ich hoffe, ich wäre mir meines Privilegs ohnehin bewusst geworden, aber ich weiß, dass Polyamorie das ist, was mir vor zehn Jahren zum ersten Mal mein eigenes Privileg zu Bewusstsein gebracht hat.

7 Erfahrungen mit Kindererziehung in einer polyamoren Beziehung

Link zum Originalartikel 7 Things You Learn Raising in Kids in an Open Relationship

Sie finden in der Artikelserie Polyamorie und Kinder im Polyamorie Magazin von Viktor Leberecht Artikel, in denen es um Polyamorie und das Leben mit Kindern geht.

Die Webseite Viktor Leberecht - Übersicht über die Inhalte

Artikelserien

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Meine Thesen über Liebe und Familie frei von übertriebener staatlicher Regulierung in der demokratischen Gesellschaft

Ich habe seit 2010 Thesen über den möglichen Beitrag von Nicht-Monogamie zur modernen, auf den Menschenrechten und Gleichberechtigung basierenden, demokratischen Gesellschaft veröffentlicht und diese ständig weiter entwickelt. Thesen über Liebe und Familie frei von übertriebener staatlicher Regulierung.

Experte, Redner, Autor und Berater für Polyamorie, Polygamie und offene Beziehungen: Viktor Leberecht

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Über Viktor Leberecht 692 Artikel
Viktor Leberecht ist studierter Historiker, sowie ausgebildeter und berufserfahrener Journalist. Er gehört keiner Religion oder weltanschaulichen Gruppe an. Viktor lebt seit 2003 in einer polyamoren und offenen Beziehung mit einer Frau, die mit einem anderen Mann verheiratet war - ihr Ehemann starb 2018. Viktor redet und schreibt über Polyamorie und deren eheliche Form, die Polygamie, um zu informieren, Vorurteile zu entkräften und für gesellschaftliche Akzeptanz der Polyamorie und Polygamie zu werben.

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