Ich bekenne mich zu meinen Sünden – angeregt von Harald Martenstein und Michèle Binswanger

Viktor Leberecht mit Tizian
Viktor Leberecht mit Tizian

Der Artikel „Der Terror der Tugend“ in der ZEIT von Harald Martenstein hat mich so angeregt, dass ich gar nicht mehr anders kann, als es zu tun: Ich bekenne mich zu meinen Sünden. Das erscheint Ihnen widersinnig? Weil Herr Martenstein doch eigentlich eine Polemik gegen den Zwang zur Offenheit geschrieben hat?

Da haben Sie recht und auch wieder nicht, wie das so geht im Leben. Ich bin tatsächlich auch ein großer Freund des Privaten, und ich bin gegen das Eindringen der von Martenstein so gut beschriebenen staatlichen, medialen, beruflichen und privaten Tugendwächter in unser aller Leben. Und so blödsinnige Ansichten, wie sie laut Martenstein Facebook-Gründer Mark Zuckerberg äußerte: ›Wer nichts zu verstecken hat, hat auch durch Transparenz nichts zu befürchten“, hätten, sofern Sie sich auf Privatpersonen beziehen, tatsächlich, wie Martenstein schreibt „von der Stasi kommen können.“

Andererseits gibt es eine unschlagbare Waffe gegen die Tugendwächter: bekenne dich zu all deinen Sünden, schon bevor andere sie ans Licht zerren, dann bleibt dir wenigstens die Peinlichkeit der Fremdenthüllung erspart. Vor allem aber denke ich – und da, oh Schreck – bin ich fast schon bei Zuckerberg, wenn wir offener wären, würden wir bei vielen Dingen, die als peinlich gelten und dann von den Tugendwächtern instrumentalisiert werden, ganz schnell merken, dass sie normal und eigentlich harmlos sind.

Ich bekenne mich zu meinen Sünden

Also hier meine Liste der von mir begangenen Sünden, wie sie mir gerade einfallen und keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben, weshalb ich sie vielleicht bei Gelegenheit ergänzen werde (tut mir leid, konnte diesem sozusagen „journalistischen Cliffhanger“nicht widerstehen):

Und damit endet denn auch – erst mal – meine Sündenliste. War zu kurz? Zu langweilig? Wie gesagt, die meisten angeblichen Sünden sind harmlos, nur das Verbergen macht sie zum Problem.

Ich danke jedenfalls Harald Martenstein für seine wunderbare Polemik, auf die ich durch einen Tweet von Michèle Binswanger aufmerksam geworden bin, den Sie hier sehen und auch gleich so nutzen können, als wenn Sie bei Twitter wären (retweeten, antworten, oder was Ihnen sonst so einfällt):

Und ich habe den auch gleich retweetet, und auch den Tweet zeige ich Ihnen, weil ich diese neue Funktion des Einbettens von Tweets so schick finde:

 

Das macht doch richtig Spaß, nicht wahr?

Dieser Artikel erschien bei Viktor Leberecht.

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Viktor Leberecht ist studierter Historiker, sowie ausgebildeter und berufserfahrener Journalist. Er gehört keiner Religion oder weltanschaulichen Gruppe an. Viktor lebt seit 2003 in einer polyamoren und offenen Beziehung mit einer Frau, die mit einem anderen Mann verheiratet war - ihr Ehemann starb 2018. Viktor redet und schreibt über Polyamorie und deren eheliche Form, die Polygamie, um zu informieren, Vorurteile zu entkräften und für gesellschaftliche Akzeptanz der Polyamorie und Polygamie zu werben.

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