Polyamorie gehört in die Öffentlichkeit (Huffpost 10.08.2013)

Öffentlich oder nicht?

Polyamory Flag

Louisa Leontiades schreibt in der Huffingtonpost, wieso für Polyamorie oder Polygamie einzutreten letztlich Einsatz für die Menschenrechte ist. Es geht auch bei diesen Themen darum, dass Menschen sein dürfen, wie sie sind und sich so zeigen können, ohne von der Gesellschaft diskriminiert zu werden.

Behaltet das doch für euch

Louisa Leontiades beschreibt in einem klugen, anregend geschriebenen Artikel, wie sie oft zu hören bekomme, dass sie ihre offene Mehrfachbeziehung doch für sich behalten solle. Wie offen und ehrlich gelebte Mehrfachliebe negiert, herabgewürdigt, diskriminiert wird.

Doppelte Maßstäbe

Anschließend stellt Louisa Leontiades dem gegenüber, wie unsere Gesellschaft gleichzeitig das Fremdgehen in vorgeblich monogamen Beziehungen, das dazu gehörende Betrügen und Verletzen, zwar nicht direkt gutheißt, aber doch als „menschlich“ und damit verständlich und irgendwie akzeptabel qualifiziert.

Freiheit ist immer die Freiheit des Anders Denkenden

Ich bin ein Gegner der kommunistischen Idee, aber Rosa Luxemburgs Spruch von der Freiheit des anders Denkenden stimmt. Wir sind, wie auch dieser Artikel zeigt, immer noch weit davon entfernt, allen Menschen, die leben, ohne anderen zu schaden, die Freiheit zuzugestehen, so leben zu dürfen. Der Grad der Freiheit jener, die anders sind, als wir selbst, ohne dass sie anderen Schaden zufügen, ist der beste Maßstab, wie frei unsere Gesellschaft wirklich ist.

Polyamorie gehört in die Öffentlichkeit

Eben weil unsere Gesellschaft noch so viele Minderheiten, Menschen die nicht dem Mainstream entsprechen, diskriminiert, argumentiert Lousia Leontiades, kann Polyamorie keine Privatsache sein. Wir müssen darüber sprechen. Wir müssen uns zeigen. Das wird schwierig, aber es ist nötig.

Ich stimme ihr zu, dass jede/r,  die / der glaubt, es gefahrlos tun zu können, zu ihrer / seiner polyamoren Lebensweise stehen sollte. Denn ich denke, dass wir wir genau den Weg gehen müssen, den die Homosexuellen gegangen sind. Uns zeigen und so nach und nach die Menschen überzeugen, dass wir keine Bedrohung sind.

Homosexuelle als Vorbild – aber nur manche

Umso trauriger ist es, wie auch Louisa Leontiades schreibt, dass manche prominente Homosexuelle sich explizit gegen Mehrfachbeziehungen aussprechen. Ich kenne deren Beweggründe nicht, aber es scheint oft, als versuchten sie, damit Pluspunkte bei der vorgeblich monogamen Mainstream-Gesellschaft zu sammeln.

Das wirkt auch peinlich, weil wissenschaftlich gut dokumentiert ist, dass gerade unter Homosexuellen Mehrfachbeziehungen und offene Beziehungen häufig vorkommen. Da erkämpfen die Homosexuellen sich gerade die Anerkennung, und manche ihrer öffentlichen Vertreter scheinen es als probates Mittel zu sehen, sich von einer anderen diskriminierten Minderheit abzusetzen und bei deren Diskriminierung zumindest indirekt mitzuwirken. Schade.

Klischees in der Redaktion der Huffingtonpost

Das einzig störende an dem Artikel ist das Bild, das die Redaktion ausgesucht hat. Es zeigt einen Mann mit zwei Frauen und bedient damit ein Klischee. Wie so viele Klischees, stimmt es nicht. Soziologische Untersuchungen haben gezeigt, dass zumindest unter Polyamoren in den USA die Konstellation eine Frau mit zwei Männern die häufigste Form ist.

Der Artikel „Why Free Love Doesn’t Belong in the Bedroom

Sie finden in der Artikelserie Coming-Out als Polyamor im Polyamorie Magazin von Viktor Leberecht alle Artikel, in denen es darum geht, was für Erfahrungen Menschen mit dem Coming-Out als Polyamor machen.

Die Webseite Viktor Leberecht - Übersicht über die Inhalte

Artikelserien

Allgmeine Informationen über Polyamorie, Polygamie und Offene Beziehung

Der Bereich Was ist Polyamorie? mit diversen Unterseiten wie Vorurteile über PolyamoriePolyamorie Events und Treffen und Polyamorie Wissenschaft.

Im Bereich Was ist Polygamie? finden Sie zum Beispiel Vorurteile über Polygamie, Polygamie Einführungen, und Polygamie Wissenschaft.

Noch in Arbeit: Der Bereich Was ist Offene Beziehung?

Meine Thesen über Liebe und Familie frei von übertriebener staatlicher Regulierung in der demokratischen Gesellschaft

Ich habe seit 2010 Thesen über den möglichen Beitrag von Nicht-Monogamie zur modernen, auf den Menschenrechten und Gleichberechtigung basierenden, demokratischen Gesellschaft veröffentlicht und diese ständig weiter entwickelt. Thesen über Liebe und Familie frei von übertriebener staatlicher Regulierung.

Experte, Redner, Autor und Berater für Polyamorie, Polygamie und offene Beziehungen: Viktor Leberecht

Ich biete zu den oben genannten Themen unter Engagieren Sie Viktor:

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Über Viktor Leberecht 692 Artikel
Viktor Leberecht ist studierter Historiker, sowie ausgebildeter und berufserfahrener Journalist. Er gehört keiner Religion oder weltanschaulichen Gruppe an. Viktor lebt seit 2003 in einer polyamoren und offenen Beziehung mit einer Frau, die mit einem anderen Mann verheiratet war - ihr Ehemann starb 2018. Viktor redet und schreibt über Polyamorie und deren eheliche Form, die Polygamie, um zu informieren, Vorurteile zu entkräften und für gesellschaftliche Akzeptanz der Polyamorie und Polygamie zu werben.

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