Polyamorie Wahlprüfsteine zur Bundestagswahl 2017

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Spielt Polyamorie eine Rolle für Parteien bei der Bundestagswahl 2017?

Warum Polyamorie Wahlprüfsteine zur Bundestagswahl 2017?

Die Polyamorie Wahlprüfsteine zur Bundestagswahl 2017 sind eine Initiative, den Parteien und der Öffentlichkeit bewusst zu machen, dass Polyamorie eine Lebensweise ist, die sich in unserer Gesellschaft verbreitet. In den USA und Kanada leben nach jüngsten Studien schon mehrere Millionen Menschen offen Polyamorie. Verlässliche Zahlen für Deutschland gibt es nicht, jedoch lässt sich über die Jahre eine deutliche Zunahme der sich polyamor identifizierenden Menschen in Onlineforen feststellen. Auch das gerade in jüngster Zeit rege Medienecho zeigt, dass auch in Deutschland Polyamorie auf dem Vormarsch ist.

Warum kommen die Polyamorie Wahlprüfsteine zur Bundestagswahl 2017 von Viktor Leberecht?

Bereits zur Bundestagswahl 2013 hatte ich Wahlprüfsteine an die Parteien erstellt und von mehreren auch Antworten erhalten. Hiermit schließe ich daran an.

Üblicherweise werden Wahlprüfsteine von Lobbyorganisationen an die Parteien verschickt, und deren Antworten werden dann veröffentlicht. Es gibt allerdings noch keine Lobbyorganisation für Polyamorie.

Ich habe deshalb in mehreren deutschsprachigen Polyamorie Gruppen mit mehreren tausend Mitgliedern auf Facebook die folgenden Wahlprüfsteine zur Diskussion gestellt. Die hier veröffentlichte Version ist das Ergebnis, das ich an Parteien zur Stellungnahme verschicke.

Polyamorie-Wahlprüfstein 1

Akzeptiert Ihre Partei offen gelebte Mehrfachbeziehungen wie Polyamorie als mit unserer Gesellschaft vereinbare Lebensform?

Wenn ja, woran zeigt sich das? Steht dies beispielsweise in Ihrem Parteiprogramm oder anderen für das Handeln Ihrer Partei leitenden Beschlüssen?

Wenn nein, weshalb nicht?

Polyamorie-Wahlprüfstein 2

Unterstützt Ihre Partei die Akzeptanz offen gelebter Mehrfachbeziehungen wie Polyamorie in unserer Gesellschaft? Die Unterstützung könnte sich beispielsweise daran zeigen, dass Ihre Partei sich gegen Diskriminierung von Mehrfachbeziehungen einsetzt.

Wenn ja, in welcher Weise tun Sie das?

Wenn nein, weshalb tun Sie es nicht?

Polyamorie-Wahlprüfstein 3

Will Ihre Partei für erwachsene Menschen, die ihrer mit Einverständnis aller Beteiligten gelebten Mehrfachbeziehung einen juristischen Rahmen geben wollen, gesetzlich abgesicherte Möglichkeiten schaffen?

Das können beispielsweise private Verträge zwischen den Beteiligten sein, oder staatlich regulierte Formen der Lebensgemeinschaft, wie es sie schon für gleichgeschlechtliche Partnerschaften gibt, oder die Ehe.

Wenn ja, in welcher Weise?

Wenn nein, weshalb nicht?

 

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Diese Artikelserie ist ein Teil der Artikelserien auf Viktor Leberecht.de. Sie finden hier noch weitere Artikelserien, beispielsweise:

Meine Thesen zu Polygamie und Monogamie in der demokratischen Gesellschaft

Wenn Sie meine Meinung kennen lernen wollen über Polygamie und deren möglichen Beitrag zur modernen, auf den Menschenrechten basierenden, demokratischen Gesellschaft, dann lesen Sie bitte meine Thesen zu Polygamie und Monogamie.

Informationen über Polyamorie

Wenn Sie nach Informationen über Polyamorie suchen, besuchen Sie am besten Polyamoriemagazin.de, das Lifestyle Magazin für Polyamorie und offene Beziehungen. Dort finden Sie allgemeine Informationen im Bereich Was ist Polyamorie, was Polyamorie ist, wie Polyamorie funktioniert, wo Sie andere Polyamorie lebende Menschen treffen können, sowie weitere Themen in diversen Unterbereichen, beispielsweise:

Sie finden dort außerdem aktuelle Berichte in diversen Artikelserien über Polyamorie, in denen es darum geht, wie Menschen Polyamorie leben, sowie weitere Themen, beispielsweise:

Sie finden dort Artikel, die ich in aller Welt gefunden habe, zumeist in deutscher und noch öfter in englischer Sprache, dann habe ich meist eine Zusammenfassung geschrieben.

Informationen über Polygamie

Sie finden auf Polygamie ist gut für Sie.de auch Informationen, was Polygamie ist, wie Polygamie funktioniert, welche Vorurteile es über Polygamie lebende Menschen gibt, sowie weitere Themen in diversen Unterbereichen, beispielsweise:

Last updated: Juni 5, 2017 at 22:24 pm

Über Viktor Leberecht 134 Artikel
Viktor Leberecht ist mein Pseudonym für meine Arbeit als freier Autor. Ich bin studierter Historiker, sowie ausgebildeter und berufserfahrener Journalist. Ich lebe seit 2003 in einer polyamoren Beziehung mit einer verheirateten Frau. Ich schreibe über Polyamorie und deren eheliche Form, die Polygamie, um zu informieren, Vorurteile zu entkräften und für gesellschaftliche Akzeptanz der Polyamorie und Polygamie zu werben. Ich setze mich für Mehrfachbeziehungen im Rahmen der Menschenrechte ein, also natürlich gleiches Recht für alle.

5 Kommentare

  1. Die Linke hat per E-Mail geantwortet inklusive Erlaubnis zur Veröffentlichung:

    „Vielen Dank für Ihre Anfrage. Wir halten die Frage der Partnerwahl für eine private Angelegenheit, die vom Staat wie andere Grundrechte auch als eine private Angelegenheit zu schützen und zu verteidigen ist. Aus diesem Grunde wenden wir uns auch gegen jegliche Formen der Dikriminierung.“

  2. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN haben geantwortet.

    Die Fragen 1 und 2 werden gemeinsam beantwortet:
    In unserer Gesellschaft gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Formen des Zusammenhalts und
    miteinander Lebens. Sie sind Ausdruck der grundgesetzlich garantierten freien Entfaltung der
    Persönlichkeit. Auch offen gelebte Mehrfachbeziehungen gehören dazu. Es ist inakzeptabel, wenn diese
    in der Gesellschaft diskriminiert und die Beteiligten angefeindet werden.

    Zu 3
    Private Verträge zwischen mehreren Beteiligten sind jetzt schon rechtlich möglich. Ehe und eingetragene
    Lebenspartnerschaft sind von ihrer rechtlichen Ausgestaltung auf die Gemeinschaft zweier Menschen
    angelegt, siehe z.B. das Unterhaltsrecht oder das Scheidungsrecht. Konkrete juristischeRegelungsvorschläge für Mehrfachbeziehungen aus der Zivilgesellschaft sind uns bislang nicht bekannt.

    Original in dem beigefügten Dokument.

    Antwort BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

  3. Wie man also sehen kann, haben beide bisher antwortende Politischen Parteien genau nichts gesagt und auch die gestellten Fragen nicht beantwortet.
    Das passt, nicht überraschend, in den Fokus von Politischen Parteien, welcher ausschließlich auf sich selbst und den eigenen Erhalt gerichtet ist. Jedweder Aufwand, ebenso wie die Teilnahme an den Vorgängen, die zwar «Wahlen» genannt werden, aber nachgewiesenerweise keine sind (es sich Auswahlen), ist mehr überflüssig und mehr noch, systemstabilisierend.

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