Polygamie führt zu Gewalt, meint: The Economist, 23.01.2016

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Polygamie führt zu Gewalt, behauptet ein von erschreckender intellektueller Schlichtheit geprägter Artikel im Economist unter dem Titel Of men and mayhem. Danach führe Frauenmangel, wie er angeblich insbesondere in polygamen Gesellschaften üblich sei, direkt zu einer erhöhten Gewaltneigung, oder: kein Sex = Gewalt. Nur um sich im letzten Abschnitt selbst zu widerlegen, indem er darstellt, wie Männer die bereits in Bürgerkriegen gekämpft hatten, davon abgehalten wurden, sich erneut als Söldner anwerben zu lassen. Nicht etwa, indem man ihnen Frauen oder Sex zur Verfügung stellte, sondern indem man ihnen die Möglichkeit gab, mit eigener Hände Arbeit ein bescheidenes Einkommen zu erwirtschaften; übrigens weitaus weniger, als wenn sie in den Krieg gezogen wären. Da ließ sich meiner Meinung nach der Autor/die Autorin mehr von Vorurteilen und Schnellschüssen, als von der Evidenz leiten. Die ist vermutlich doch etwas komplizierter.

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Über Viktor Leberecht 686 Artikel
Viktor Leberecht ist studierter Historiker, sowie ausgebildeter und berufserfahrener Journalist. Er gehört keiner Religion oder weltanschaulichen Gruppe an. Viktor lebt seit 2003 in einer polyamoren und offenen Beziehung mit einer Frau, die mit einem anderen Mann verheiratet war - ihr Ehemann starb 2018. Viktor redet und schreibt über Polyamorie und deren eheliche Form, die Polygamie, um zu informieren, Vorurteile zu entkräften und für gesellschaftliche Akzeptanz der Polyamorie und Polygamie zu werben.

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