Religiös parteiische Kritik an Polyamorie

Polyamory Flag

Ein extremes Beispiel für religiös parteiische Kritik an Polyamorie liefert der unten verlinkte Artikel im National Review. Das ist, da der National Review ein konservaties Medium ist, nicht verwunderlich. Aber die Art von cherry picking, welche die Autoren hier betreiben, finde ich extrem.

Statt Wissenschaft nur ausgewählte Einzelfälle

Da werden die Medien und Wissenschaflter, die über Polyamorie schreiben für ihre zu positive Einstellung zur Polyamorie kritisiert, gleichzeitig aber die eigene unhinterfragte positive Einstellung zur Monogamie nicht.

Aus der Tatsache, dass immer noch die überwiegende Mehrheit der Amerikaner sich für Monogamie aussprechen, wird eine Überlegenheit der Monogamie abgeleitet. Und die unbequemen Fakten wie die Scheidungsstatistiken, welche seit Jahrzehnten zeigen, dass Monogamie als Modell für dauerhafte Beziehungen für die meisten nicht funktioniert, werden außen vorgelassen.

Ebenso wird ignoriert, dass es wissenschaftich erwiesen ist, dass Menschen von Natur aus polygam sind, und Monogamie für uns nicht natürlich ist. Siehe dazu Vorurteil: Polyamorie ist unnatürlich.

Und um zu beweisen, wie schlecht doch Polyamorie sei, werden dann Einzelfälle von Problemen zitiert, aber die zahlreichen Studien über positive Effekte von Polyamorie ignoriert.

Woher der Wind weht, wird klar, wenn wir am Ende mit Verweis auf die Bibel daran erinnert werden, dass Monogamie besser ist.

Ich finde es immer wieder faszinierend, oder eigentlich erschreckend, wenn zumindest nominell gebildete Menschen an der Bibel festhalten. Denn die Bibel ist, das ist wissenschaftlich seit zweihundert Jahren erwiesen, eine Sammlung gefälschter Dokumente, unglaubwürdiger Phantastereien, nicht eingetroffener Prophezeiungen und vielen einader widersprechenden Aussagen, die von ungebildeten Menschen für noch ungebildetere, abergläubische Menschen geschrieben wurden.

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Religiös parteiische Kritik an Polyamorie

Link zu Originalartikel The new math of consensual non-monogamy.

Sie finden in der Artikelserie Kritik an Polyamorie im Polyamorie Magazin von Viktor Leberecht alle Artikel, in denen es um Kritik an Polyamorie geht.

Die Webseite Viktor Leberecht - Übersicht über die Inhalte

Artikelserien

Allgmeine Informationen über Polyamorie, Polygamie und Offene Beziehung

Der Bereich Was ist Polyamorie? mit diversen Unterseiten wie Vorurteile über PolyamoriePolyamorie Events und Treffen und Polyamorie Wissenschaft.

Im Bereich Was ist Polygamie? finden Sie zum Beispiel Vorurteile über Polygamie, Polygamie Einführungen, und Polygamie Wissenschaft.

Noch in Arbeit: Der Bereich Was ist Offene Beziehung?

Meine Thesen über Liebe und Familie frei von übertriebener staatlicher Regulierung in der demokratischen Gesellschaft

Ich habe seit 2010 Thesen über den möglichen Beitrag von Nicht-Monogamie zur modernen, auf den Menschenrechten und Gleichberechtigung basierenden, demokratischen Gesellschaft veröffentlicht und diese ständig weiter entwickelt. Thesen über Liebe und Familie frei von übertriebener staatlicher Regulierung.

Experte, Redner, Autor und Berater für Polyamorie, Polygamie und offene Beziehungen: Viktor Leberecht

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Über Viktor Leberecht 692 Artikel
Viktor Leberecht ist studierter Historiker, sowie ausgebildeter und berufserfahrener Journalist. Er gehört keiner Religion oder weltanschaulichen Gruppe an. Viktor lebt seit 2003 in einer polyamoren und offenen Beziehung mit einer Frau, die mit einem anderen Mann verheiratet war - ihr Ehemann starb 2018. Viktor redet und schreibt über Polyamorie und deren eheliche Form, die Polygamie, um zu informieren, Vorurteile zu entkräften und für gesellschaftliche Akzeptanz der Polyamorie und Polygamie zu werben.

2 Kommentare

  1. Ich gebe dir Recht mit dem, was du sagst. Ich finde aber wir sollten nicht auf das gleiche Niveau herabsinken und Menschen als Idioten bezeichnen. Man kann durchaus, so wie ich, die Bibel lesen und trotzdem Poly sein. Die Bibel ist entgegen deiner Meinung nicht von dummen Menschen für dumme Menschen geschrieben, sondern ist Ergebnis eines tausende Jahre alten Erzählguts, also eines Prozesses, mit dem Menschen sich über Regeln des Zusammenlebens unterhalten mit dem Sinn den Frieden zu erhalten. Daher finden wir dort einige sehr schlaue Dinge, zum Beispiel die Nächstenliebe oder die Ablehnung der Vorverurteiung von Menschen aufgrund ihres Berufes (der Zöllner). Dass Menschen es schaffen, aus jedem schlauen Werk etwas Dummes zu machen steht auf einem anderen Blatt. Denke wir nur an Darwins Theorie und den daraus hergeleiteten Sozialdarwinismus. Und wenn ich daran denke, was mancher Denker aus den Wirtschaftswissenschaften machen kann… Daher: mit konstruktiven Argumenten kommen wir eher weiter, als mit diesen wütenden Ausflüchten. Denn hieraus entspringt der Fundamentalismus.

    • Bitte meinen Artikel genau lesen. Ich habe niemand als Idioten bezeichnet, das ist deine Interpretation des von mir verwendeten „ungebildet“. Es ist wissenschaftlicher Konsens, dass 95-98% der Einwohner des alten Palästina nicht lesen oder schreiben konnten und nie eine Schulbildung bekamen.
      Ebenso ist klar, dass jene, welche die Geschichten schrieben, ein niedriges Bildungsniveau hatten. Sie wussten nichts von den Planeten, dem Universum, dem Urknall etc, und kamen deshalb auf Ideen, dass ein brennender Dornbusch oder eine Windhose ein Zeichen Gottes seien. Und deshalb bleibe ich bei meiner Aussage.
      Es ging in der Bibel keineswegs nur um Frieden. Viele Passagen beschäftigen sich vor allem damit, dass Gott von den Juden fordert, alle Nicht-Juden zu massakrieren, um das Gelobte Land zu reinigen, was die dann auch tun. Auch Jesus spricht davon, dass er das Schwert bringt etc. Die Bibel ist eben kein kohärentes Werk, sondern ein Sammelsurium verschiedenster Ideen.

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