Was ist so schlimm an Polygamie? – und das bei Springer (Welt Online, 11.09.2012)

Polygamie ist gut für Sie Logo

In einem Artikel in der Online-Ausgabe der Welt vom 11. September 2012, 17.28 Uhr, wird tatsächlich die Frage gestellt: Was ist so schlimm an Polygamie?. Das ist für ein Medium aus dem Hause Axel Springer schon eine Sensation.

Aber der Reihe nach. Der für provokante Positionen bekannte Journalist Alan Posener, schreibt in einem Artikel, der sich anlässlich der Diskussion um ein Gesetz zur Beschneidung mit der Frage beschäftigt „Warum es gut ist, dass Multikulti zurückkehrt“ auch einen Absatz mit der Überschrift: Was ist so schlimm an Polygamie?

Zitat: „Warum allerdings die Polygamie so viel schlimmer sein soll als der von großen Teilen der Mehrheitsgesellschaft flächendeckend praktizierte serielle Ehebruch: Darüber könnte man bei Gelegenheit sine ira et studio nachdenken.“ [1. Zitiert nach http://www.welt.de/kultur/article109150250/Warum-es-gut-ist-dass-Multikulti-zurueckkehrt.html, Stand 11.09.2012, 17.28 Uhr]

Posener bringt den Gedanken zwar im Rahmen einer Diskussion über von Muslimen praktizierte Lebensformen vor, aber der Gedanke ist grundsätzlich richtig. Er passt zu dem von mir schon oft vorgebrachten Argument, dass Polygamie zu einem Rückgang der sexuellen Untreue führen könnte, enthalten in meinen Thesen zur Polygamie, oder auch zu finden in meinem Artikel „Lasst doch einfach meher als zwei Menschen heiraten„, und dem darin dargestellten Artikel im Guardian von Jean Hannah Edelstein  unter dem Titel “Why shouldn’t three people get married?

Und die Frage, was so schlimm an Polygamie sei in einem Medium aus dem Hause Springer zu lesen, finde ich erstaunlich. Falls jemand weitere Fundstellen kennt, wo in einem Springer-Medium positiv über Polygamie geschrieben wird, bitte Kommentar hinterlassen.

 

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Über Viktor Leberecht 686 Artikel
Viktor Leberecht ist studierter Historiker, sowie ausgebildeter und berufserfahrener Journalist. Er gehört keiner Religion oder weltanschaulichen Gruppe an. Viktor lebt seit 2003 in einer polyamoren und offenen Beziehung mit einer Frau, die mit einem anderen Mann verheiratet war - ihr Ehemann starb 2018. Viktor redet und schreibt über Polyamorie und deren eheliche Form, die Polygamie, um zu informieren, Vorurteile zu entkräften und für gesellschaftliche Akzeptanz der Polyamorie und Polygamie zu werben.

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